Wir bei Neuhaus Consulting managen seit fast 20 Jahren Projekte…und das bedeutet immer: „Veränderung“!

Ein schlauer chinesischer Spruch lautet: “Nur die Dümmsten und die Weisesten können sich nicht ändern.” Er wird auf einen Internet Seite (die zu 5% aus Zitaten und 95% aus Werbung besteht) Konfuzius zugeschrieben. Aber da ich die alten chinesischen Meister nie im Original gelesen habe (und leider dazu auch nie ein der Lage sein werde) zitiere ich hier ein zitiertes Zitat ohne nachprüfbare Quellenangabe.

Da ich persönlich in „diesem Alter“ bin, in dem man grade so noch mithalten kann mit den neuen Technologien und Trends, aber schon häufig genug auf „damals“ blickt, fühle ich mich von diesem Konfuzius-Spruch ertappt.

Natürlich möchte man nicht zu den Dümmsten gehören…also muss man sich ändern - denn die andere Ausrede, das nicht zu tun, kann man schon aus realistischer Bescheidenheit nicht nutzen.
Aber irgendwie ändert sich doch sowie so alles ständig…und warum muss ich das denn dann auch tun?

In einem (sich ständig ändernden) System nehme ich ja eigentlich schon dadurch eine neue Position im Kontext ein, dass sich alles um mich herum ändert. Das ist so wie im Tanzkurs damals. Um zu lernen sich auf unterschiedliche Tanzpartner einzustellen wurde die Paare immer neu zusammengestellt: Die Damen standen im inneren Kreis, die Herren wechselten in einem äußeren Kreis eine Position weiter. Und schon gab es lauter neue Kombinationen. Unser Tanzlehrer rief dann immer: „Anderer Herr, dieselbe Dame“.

Wenn man diesen Spruch googelt, kommt man z.B. auf eine lustige Original-Faksimile-Seite: An 04.Juni 1833 im „Tagblatt für Kunde des geistigen und sittlichen Lebens…“ findet sich die Beschreibung der französischen Sitte, nach jedem Tanz die Tanzpartner zu wechseln.

Spannend, dass das Internet uns gleichermaßen ein schwer nachvollziehbares Zitat, aber auch ein komplett mit Texterkennung wunderbar indexiertes Original in Frakturschrift präsentiert, das Google digitalisiert hat, damit man nicht in alten Archiven suchen muss, sondern einfach vom Schreibtisch aus darin blättern kann.

Vielleicht ist das ja auch eine Möglichkeit, seine Fähigkeit zur Veränderung zu trainieren. Vielleicht muss man nicht immer die Tanzfläche neu erfinden, sondern manchmal nur den einen Schritt zur Seite machen um den Kontext zu ändern: „Anderes Projekt, dieselben Tools und Techniken“, „Andere Tools und Techniken, dieselben Probleme“ oder auch „Andere Probleme, dieselben Lösungsansätze“…. Let’s dance!

Ihre
Susanne Neuhaus